Tischrunde

Mit einer Stimme sprechen – gemeinsam Handeln – die Vielfalt christlichen Lebens gestalten

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Frankfurt wurde im Juni 2008 gegründet. Seitdem ist sie mit 13 Mitgliedern das repräsentative Organ und Forum der christlichen Kirchen und Gemeinden dieser Stadt. Die ökumenische Arbeit in Frankfurt blickt natürlich auf eine viel längere Tradition zurück: In ökumenischen Gottesdiensten, in Kooperationen einzelner Gemeinden, gemeinsamer Nutzung von Kirchen und Gebäuden oder den jährlichen ökumenischen Pfingstfesten im Dom und auf dem Römerberg.

Ökumene in Frankfurt ist mehr als der evangelisch-katholische Dialog. Neben den großen Kirchen gehören zur ACK auch die Alt-Katholische Kirche, die Anglikanische Kirche, die Evangelische-Freikirchliche Gemeinde Frankfurt, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die Koptisch-Orthodoxe-Kirche, die Mennonitengemeinde Frankfurt, die schwedische Kirche Frankfurt und die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche an. Außerdem ist der „Internationale Konvent christlicher Gemeinden Rhein-Main“ Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Dieser vertritt die Anliegen fremdsprachlicher Kirchen und Gemeinden mit evangelischer, orthodoxer oder freikirchlicher Tradition. Die muttersprachlichen Gemeinden der römisch-katholischen Kirche sind dagegen in die deutschen Diözesanstrukturen eingebunden. In ihrer Mitgliederstruktur bildet die ACK Frankfurt ab, was Frankfurt ausmacht: Ein großes Spektrum an christlichen Gemeinden und Kirchen sehr unterschiedlichen Prägungen, aber auch eine Vielfalt an Sprachen und Kulturen.

Als Teil der ökumenischen Bewegung tritt auch die ACK Frankfurt für die Förderung und Vertiefung der ökumenischen Verständigung, der Einheit und der Zusammenarbeit der christlichen Kirchen ein. Sie sucht als integrierende Kraft in der Stadt Frankfurt die Vielfalt christlichen Lebens sichtbar zu machen, als zusammenführendes Organ zu einem gemeinsamen Handeln zu bewegen und – wo es möglich ist – repräsentativ, für alle, mit einer Stimme zu sprechen. Dies geschieht z.B. durch die Begegnung zwischen einzelnen Gemeinden oder im gemeinsamen Pilgerweg „Bibel teilen“ zwischen Ostern und Pfingsten. Sie informiert darüber hinaus die Öffentlichkeit über ökumenische Ereignisse und über den Stand der ökumenischen Bemühungen. Sie pflegt den Kontakt zur ACK in Hessen-Rheinhessen und zur ACK in Deutschland.

Im Rückbezug auf das sie verbindende Bekenntnis zu Jesus Christus, dem Herrn, gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland, trachten die in der ACK verbundenen Kirchen und Gemeinden danach, gemeinsam zu erfüllen, wozu sie berufen sind, „zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes” (§ 1 der ACK-Satzung). Im gemeinsamen Zeugnis wollen sie Menschen in Frankfurt spüren lassen, welche verbindende und erneuernde Kraft der christliche Glaube in sich trägt.